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Hintergrund zum Juniorstudium
Im Gespräch mit den Lehrenden an Schulen und Hochschulen zeigt
es sich immer wieder, dass viele Probleme, die Studierende
in den ersten Semestern an der
Hochschule haben, dadurch entstehen, dass zwischen Abitur und
Aufnahme des Studiums eine Lücke klafft: Der Grundwehr- bzw. Zivildienst,
eine Ausbildung in einem Betrieb oder ein freiwilliges soziales
Jahr sind Gründe dafür, dass junge Menschen zwischen
Schule und Hochschule den Kontakt zum Schulstoff verlieren und dieser somit
in Vergessenheit gerät.
Um diese Kluft zu überbrücken, wurde das Projekt "actio-PLUS"
(nun "Juniorstudium") entworfen, welches hauptsächlich
Vorlesungen der neuen Bachelor-Studiengänge für interessierte
junge Menschen der oben genannten Gruppen öffnen sollte.
Um das Vorhaben von bestehenden "offenen Vorlesungen"
abzugrenzen und Anreize für eine Teilnahme zu geben, wurden
die folgenden Bedingungen an das Projekt aufgestellt:
- Die ausgewählten Vorlesungen sollen gut geeignet sein, um einen
Einblick in spätere Studiengänge zu erhalten.
- Um eine Motivation zu schaffen, die Vorlesungen regelmäßig
zu besuchen und aktiv nachzuarbeiten, wird den Teilnehmern die
Möglichkeit gegeben, an den zugehörigen Prüfungen
teilzunehmen. Ein so erbrachter Leistungsnachweis kann bei einem
späteren Studium an der Leibniz Universität Hannover anerkannt
werden.
Naturgemäß finden sich in den Wintersemestern geeignetere
Veranstaltungen, da zu diesem Zeitpunkt die Erstsemesterveranstaltungen
beginnen.
Durch viele Nachfragen aus dem Schulumfeld ermutigt, haben wir
im Wintersemester 2001/2002 die Zielgruppe des Projekts Juniorstudium
auf den Kreis der Oberstufenschüler erweitert.
Im Wintersemester 2005/2006 werden erstmals, zusätzlich zu den Vorlesungen
aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Geodäsie,
Informatik, Maschinenbau, Mathematik, Physik und Wirtschaftswissenschaften,
Vorlesungen der Juristischen Fakultät angeboten.
Eine Anmerkung für Schüler und Lehrer: Es ist
zu beachten, dass ein Besuch der Veranstaltungen ein großes
Maß an Eigeninitiative voraussetzt und u. U. eine Mehrbelastung
für diesen Teilnehmerkreis darstellen kann, da die Inhalte
der Universitätsveranstaltungen zwar auf dem Schulstoff aufbauen,
aber fehlender Stoff nicht innerhalb der Vorlesungen nachgeholt
werden kann. Für mathematisch orientierte Vorlesungen werden
neben einer mathematischen Begeisterungsfähigkeit
hauptsächlich Kenntnisse der Differential- und Integralrechnung
benötigt. Wissen aus der linearen Algebra ist eine sinnvolle Ergänzung.
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Erfahrungsbericht
eines Juniorstudenten mehr
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